ARCHIV 2006

Amtsübergabe Oktober 2006

 

Christine Wagner liest Gedichte von Emerenz
 Meier.

Die Amtsübergabe fand 
im Rahmen einer Feier im Scharfrichterhaus statt.
Die alte Vorstandschaft bekam für ihr Engagement Blumen.
Die Neuen (v.r.): Ch. Wagner, M. Schwarz, E. Graf, H. Schandelmaier, A. v. Krieglstein-Bender.
Carmen Hiering-Jimenz (r.) wurde neu in den Passauer Club aufgenommen.

Soroptimist Club hat eine neue Präsidentin 

Hela Schandelmaier ist die neue Präsidentin des Passauer Clubs von „Soroptimist international". Sie übernahm das Amt von Dr. Brigitte Moser-Weithmann und steht nun für die nächsten zwei Jahre an der Spitze des Clubs.

Bei der letzten Jahreshauptversammlung wurde Hela Schandelmaier, Kunsthistorikerin aus Deggendorf, zur neuen Präsidentin gewählt. Zur Vorstandschaft gehören außerdem die stellvertretenden Vorsitzenden Maria Iacono-Schwarz (Tourismusfachfrau und Reisebüro-Inhaberin), Christine Wagner (Bildhauerin), Schriftführerin Elke Graf (Fachärztin für Anästhesie) und Schatzmeisterin Angelika von Krieglstein-Bender (Grafikerin).

Im Rahmen der Amtsübergabe, die im Scharfrichterhaus stattfand, blickte Dr. Brigitte Moser-Weithmann noch einmal kurz auf die verschiedenen Veranstaltungen und Projekte in den letzten zwei Jahren zurück. Lesungen mit der bekannten Germanistin Inge Jens und der Buchautorin Fadumo Korn gehörten ebenso dazu wie das große Bezirkstreffen im Mai zum Thema „Mutter, Karriere – Karrieremutter". Zudem wurden viele Spendengelder verteilt – unter anderem an die Passauer Bahnhofsmission, die Palliativstation am Klinikum, an die Kinderheime in Nesselbach und Hofkirchen sowie die „Kinderhilfe Afghanistan". Darüber hinaus machen sich die Passauer Soroptimistinnen schon seit längerem für ein Mongolei-Projekt stark, das sich auf die finanzielle Unterstützung und die medizinische Hilfe für leukämiekranke Kinder konzentriert. Ein Projekt, das die neue Vorstandschaft in jedem Fall weiterführen wird, wie Hela Schandelmaier bei der Amtsübergabe betonte.

Weiterer Schwerpunkt des sozialen Engagements soll künftig auch die regionale Kinder-Nothilfe sein. Und: Die Soroptimistinnen haben sich vorgenommen, der berühmten Bayerwald-Dichterin Emerenz Meier ein Denkmal zu setzen. Die Texte der Schriftstellerin, die 1874 in Schiefweg bei Waldkirchen geboren wurde, zeichneten sich durch eine leidenschaftliche Betrachtung der Umwelt des Bayerischen Waldes um die Jahrhundertwende aus, wurden in Zeitschriften wie „Simplicissimus" und „Die fliegenden Blätter" veröffentlicht. Ihre Dichtungen fanden beim Publikum große Beachtung. Zu Hause allerdings wurde Emerenz Meier als „narrische Verslmacherin" verspottet.

Auch die nächsten großen, öffentlichen Veranstaltungen haben die Soroptimistinnen schon geplant. Dazu gehört ein Neujahrskonzert mit dem Passauer Jazz Orchestra und Sängerin Ursi Limmer-Keim, das am 7. Januar 2007 in der Redoute stattfinden wird. Beginn: 19 Uhr (nähere Infos bei Maria Schwarz unter Telefon 08531/91700). Hinzu kommt ein Muttertagskonzert in Freudenhain – und zwar am 13. Mai 2007 mit dem Gesangsstudio Miyase Kaptan-Borst, Beginn 17 Uhr.

Sigrid Lagleder ___________________________________________________________________________________________

Bezirkstreffen und Geburtstagsfeier in Passau (26. - 28. Mai 2006)

„Mutter, Karriere, Karrieremutter – Wahlfreiheit zwischen gleichwertigen Lebensentwürfen" – dieses Thema hatte der Passauer Club für das SI-Bezirkstreffen im Bezirk V gewählt, das Ende Mai in der historischen Dreiflüssestadt stattfand.

Vorträge fachkundiger Referenten, Diskussionsrunden, Führungen durch Passau sowie ein Galaabend im Glasmuseum – das alles gehörte mit zum abwechslungsreichen Programm. Eine Veranstaltung, mit der die Passauerinnen auch gleich die Feier zum fünfjährigen Bestehen ihres Clubs verbanden.

Clubpräsidentin Brigitte Moser-Weithmann freute sich, dass so viele Clubschwestern der Einladung nach Passau gefolgt waren – darunter auch Dr. Marianne Marenk aus Finnland, die vor fünf Jahren anlässlich der Charterfeier die Gründungsurkunde überreicht hatte, die österreichische Unionspräsidentin Elisabeth Brandl sowie die ehemalige Bezirkspräsidentin Traudl Lacher-Joedicke.

Indes zeigte sich bei den Vorträgen im Rahmen des Bezirkstreffen, dass der Club mit dem gewählten Thema durchaus den Nerv der Zeit getroffen hatte. Das bestätigten nicht zuletzt die Referenten (darunter auch Clubschwester Dr. Dipl.-Psych. Karin Großmann von der Universität Regensburg), die den Spagat zwischen Kind und Karriere aus ökonomischer und psychologischer Sicht wissenschaftlich durchleuchteten. Ergänzt wurde dies durch persönliche Erfahrungsberichte. Daraus wurde ersichtlich, welch unterschiedliche Antworten auf das immer gleiche Problem der Kinderlosigkeit gegeben werden. Dass allerdings das deutsche Modell mit einem monatlichen Elterngeld von 300 Euro keine Wahlfreiheit gewähre, stellte die Passauer Gründungspräsidentin Karla Greipl klar, was aber die Möglichkeit zur Karriere nach dem Kind nicht ausschließe. Eines aber steht fest: Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer leicht. Wenngleich in Ländern wie Finnland oder Frankreich vor allem die Kinderbetreuung besser geregelt ist als in Deutschland.

Nach den Vorträgen am Nachmittag erwartete die Gäste dann am Abend der nächste Höhepunkt: der Galaabend im Glasmuseum des Hotels „Wilder Mann". Mit einem Festessen und einem kleinen musikalischen Schauspiel passend zum „Mozart-Jahr" fand das Ganze einen würdigen Abschluss.

Sigrid Lagleder

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